Hagen (Westfalen)

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Hagen - moderne Metropole mit bewegter Geschichte

Hagen – der Name steht für lebendige Vielfalt zwischen Ruhrgebiet und Sauerland. Für Deutschlands einzige staatliche FernUniversität, die mit über 40.000 Studenten die drittgrößte deutsche Hochschule ist. Für ein Stadtgebiet mit einem Waldanteil von 42 Prozent, mehr als in jeder anderen Großstadt in Nordrhein-Westfalen. Für eine große Anzahl bundesweit bedeutender Kultureinrichtungen. Für eine spannende Zeitreise durch 450 Millionen Jahre Erd- und Menschheitsgeschichte. Für eine Fußgängerzone, gesäumt von Bistros, Cafés und Restaurants, die zu den beliebtesten im Ruhrgebiet zählt. Eben für eine Stadt, die ihren Einwohnern und Gästen all das bietet, was eine moderne Metropole ausmacht.

Nur wenig erinnert heute noch an die lange vorherrschende Monostruktur. Einst als die Stahlstadt in Südwestfalen über Ländergrenzen hinweg bekannt, hat sich in Hagen ein merklicher Wandel eingestellt. Moderne Technologien und Dienstleister haben das Ruder übernommen und mit gewaltigen Investitionen wurde das unverwechselbare Profil als „Stadt der Aus- und Weiterbildung“ sichergestellt.

Stadt der Aus- und Weiterbildung – diesen Titel trägt Hagen nicht nur wegen der FernUniversität, die vor 30 Jahren gegründet wurde, zu Recht. Ferner finden sich hier unter anderem die Fachhochschule Südwestfalen, das Bildungszentrum der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer, die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, das Deutsche Institut für publizistische Bildungsarbeit im Journalistenzentrum Haus Busch, das Haus der Wissenschaft und Weiterbildung „Arcadeon“ und das Berufsfortbildungswerk des DGB.

Hagen blickt auf eine lange und vielschichtige Geschichte zurück. Wie sehr sich die Stadt im Laufe ihrer gut 260-jährigen Geschichte gewandelt hat, wird in der neuen Dauerausstellung „Hagen – eine Stadt mit Geschichte“ im Historischen Centrum eindrucksvoll deutlich. Faustkeil, Kettenhemd, Fliegerbombe und Petticoatkleid aus den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts sind nur einige Beispiele aus dem reichen Fundus an Ausstellungsstücken. Ein modernes Mediensystem begleitet die Besucher bei ihrem Rundgang. Besonderer Clou ist eine Zeitmaschine, mit der man eine Reise in die Vergangenheit unternehmen kann. Weit zurück in die Vergangenheit geht es auch im Museum für Ur- und Frühgeschichte im Wasserschloss Werdringen, das im idyllischen Ruhrtal, unweit des Harkortsees, liegt. Zu sehen sind als bundesweite Sensation mit 10.700 Jahren die „ältesten Westfalen“ (Überreste von steinzeitlichen Menschen), die ältesten Fossilien Westfalens und riesige Ur-Insekten, daneben Steingeräte des Neandertalers, Höhlenfunde aus der Eisenzeit und Ausgrabungs-funde aus dem Mittelalter. Die lebensnahen Modelle eines Dinosauriers und eines Mammuts sind besondere Höhepunkte.

Mit dem Emil Schumacher-Museum entsteht ein neuer kultureller Glanzpunkt von nationaler und internationaler Bedeutung im Herzen der Stadt. Eine breite Werkschau soll das Schaffen des 1999 verstorbenen Malers und Professors Dr. Emil Schumacher, dessen Arbeiten in allen wichtigen Museen der Welt hängen, in seiner Heimatstadt dokumentieren. Das Museum wird im Frühjahr 2009 in unmittelbarer Nachbarschaft zum Karl Ernst Osthaus-Museum entstehen. Dieses genießt ein erstklassiges Renommee und zeigt unter anderem wichtige Bilder des Expressionismus von Kirchner, Macke, Heckel und Nolde.

Die Geschichte des „Hagener Impuls“ wird seit 1998 im „Museum des Hagener Impuls“ im Hohenhof dokumentiert. Neben der nahezu vollständig erhaltenden Inneneinrichtung des Wohnhauses von Karl Ernst Osthaus bilden eine großen Sammlung zum Werk von Henry van de Velde (1863-1957), Erzeugnisse der „Hagener Silberschmiede“, hier vor allem mit Arbeiten von J.L. Mathien Lauweriks (1864-1932), die wichtigsten Komplexe. Zudem ist der Hohenhof einer der 18 Ankerpunkte der „Route der Industriekultur“, die der Kommunalverband Ruhrgebiet (KVR) seit 1999 als touristische Attraktion im Ruhrgebiet anbietet.

„Es ist angerichtet!“, heißt es alljährlich, wenn das Kulturamt der Stadt Hagen zum „Muschelsalat“ einlädt - immer draußen, immer bei freiem Eintritt. Doch nicht nur der Hagener Kultursommer, bei dessen Namensgebung die Konzertmuschel im Volkspark Pate stand, lockt seit Jahren Kulturinteressierte aus nah und fern. Auch die vier freien Kulturzentren der Volmestadt stehen hoch in der Gunst der Besucher. Von Musical und Tanztheater über Kleinkunst, Comedy und Kabarett bis hin zu Lesungen, Vorträgen, Ausstellungen und Konzerten erstreckt sich der prall gefüllte Veranstaltungsplan im Hasper Hammer, im Werkhof Hohenlimburg, im Kulturzentrum Pelmkeschule und im AllerWeltHaus.

Dreh- und Angelpunkt des Kulturlebens ist ohne Frage jedoch das renommierte Theater, das zusammen mit dem 1907 gegründeten Philharmonischen Orchester jährlich mehr als 125.000 Besucher in weit mehr als 200 Vorstellungen und Konzerten begeistert und zu den führenden Häusern in Nordrhein-Westfalen gehört. Seit 1991 sorgt die städtische Bühne inmitten der Stadt für An- und Aufregung, für Bildung und Unterhaltung.

Allein der Ausblick von der einzigen erhaltenen Höhenburg Westfalens ist eine Reise wert. Schon von weitem ist das Schloss Hohenlimburg, das 1242 als Sitz der Grafen von Isenberg-Limburg erstmals urkundlich erwähnt wurde, sichtbar. Das Museum im neuen Palais des Schlosses zeigt Exponate zur fürstlichen Wohnkultur des 18. und 19. Jahrhunderts und zur Geschichte des Schlosses. Im Wirtschaftsgebäude des Schlosses ist das einzige Kaltwalzmuseum Deutschlands angesiedelt. Dieser für die Wirtschaft des märkischen Sauerlandes so wichtige Industriezweig wird hier mit eindrucksvollen historischen Exponaten präsentiert. Die Maschinen im Erdgeschoss stammen aus der Zeit von 1905 bis 1952.

Ganz hoch in der Gunst der Besucher steht zudem das Westfälische Freilichtmuseum. Auf einer Länge von rund 2,5 Kilometern bildet das malerische Mäckingerbachtal, eines der schönsten Wiesentäler des westlichen Sauerlandes, den passenden Rahmen für ein Museum, in dem ein ebenso faszinierender wie lehrreicher Bogen von der Vergangenheit zur Gegenwart geschlagen wird. Hier erleben die Besucher die Geschichte der Industrialisierung live. Auf einer Fläche von 42 Hektar präsentieren sich mehr als 60 historische Werkstätten und Fabrikbetriebe, die einen Bogen spannen von den ländlichen und kleinstädtischen Handwerksbetrieben bis hin zu den Anfängen der Hochindustrialisierung. Dabei sind die alten Maschinen und Geräte nicht nur zu besichtigen, vielmehr können Besucher selbst Papier schöpfen und drucken oder Seile schlagen. Beschließen kann man den Besuch mit einem frischen Bier aus der Museumsbrauerei und einem deftigen Schmiedeschmaus in der Museumsgastronomie „Haus Letmathe“.

Eine der tragenden Säulen des kulturellen Lebens ist zudem die Stadthalle. Seit der feierlichen Einweihung 1981 dokumentieren im Schnitt jährlich mehr als 120.000 Gäste die Bedeutung als Publikumsmagnet für den gesamten Raum Südwestfalen. Internationale Stars aus Musik, Kabarett und Theater, aus Fernsehen und Rundfunk geben sich hier seit Jahr und Tag ein Stelldichein.

Geprägt wird das kulturelle Leben in der Volmestadt auch durch eine überaus rege Musikszene. Zahlreiche Chöre, Gesangsvereine, Bands und Musikinitiativen decken das ganze musikalische Spektrum von Klassik bis zur Volksmusik, von Jazz bis Pop, von Rock bis Punk ab. Klangvolle Namen wie „Extrabreit“, „Grobschnitt“ und „Nena“ standen und stehen für Musik made in Hagen. Auch Karl Halle, der im 19. Jahrhundert als Klaviervirtuose in Paris und später als Dirigent und Konzertveranstalter in England zu Weltruhm gelangte, war ein Sohn dieser Stadt. Ebenso wie der 1979 verstorbene große deutsche Dichter Ernst Meister, zu dessen Ehren seit 1981 der Ernst-Meister-Preis verliehen wird. Nicht zu vergessen ist ferner Herbert Reinecker, der ungekrönte König unter den deutschen Kriminalautoren, aus dessen Feder TV-Dauerbrenner wie „Der Kommissar“ und „Derrick“ stammen.

Ein weiterer bedeutender Standortfaktor ist zweifelsohne auch die exponierte verkehrsgeographische Lage im Herzens Deutschlands: Eingebettet von den wichtig-sten deutschen Autobahnverbindungen, den Autobahnen A 1, A 45 und A 46, und angeschlossen am ICE-Netz der Bundesbahn sowie in 30 Kilometer Entfernung vom Flughafen in Dortmund ist Hagen aus jeder Himmelsrichtung bequem erreichbar. Ein Park-and-ride-System sowie ein klar strukturiertes Parkleitsystem erleichtern die Anfahrt zu den zentralen Einkaufsstätten zusätzlich. Den Pkw-Fahrern stehen allein im Innenstadtbereich rund 5.000 Parkplätze zur Verfügung.

Weite Bereiche der Innenstadt sind autofrei und somit erfreut sich die Einkaufsmeile im Herzen der Stadt großer Beliebtheit – mit steigender Tendenz. Ein wesentlicher Grund dafür ist die Neugestaltung der Hagener Mitte mit der Volme Galerie mit 60 Geschäften auf 26.000 Quadratmetern Einkaufsfläche. Auf einer Gesamtlänge von rund zwei Kilometern sind in Hagens Fußgängerzone nahezu alle Namen, Marken und Richtungen vertreten.

Mit 45.000 Mitglieder in rund 250 Sportvereinen und Betriebssportgemeinschaften ist Hagen – ob in der Spitze oder in der Breite – eine Hochburg des Sports, die in vielen Disziplinen Akzente weit über die Stadtgrenzen hinaus setzt. Zu den bekanntesten Sportbotschaftern gehören unter anderem die Bundesliga-Wasserballerinnen des Hohenlimburger SV, die Basketballer von Phoenix Hagen, zahlreiche Medaillengewinner und Titelträger bei Welt- und Europameisterschaften im Kegeln, in der Leichtathletik, im Faustball und Federfußball sowie in verschiedenen Kampfsportarten.

Sport in Hagen steht immer wieder für herausragende internationale Großereignisse. Der Bogen spannt sich seit der Kegel- und Kart-Weltmeisterschaft Ende der 1970er Jahre von Länderspielen im Basketball, Wasserball, Handball und Kegeln sowie den Europacupwettbewerben und der WM- und Olympiaqualifikation im Kanuslalom über zahlreiche Deutsche Meisterschaften bis hin zur Junioren-Europameisterschaft im Wasserball im Jahr 2001, der Weltmeisterschaft im Federfußball im Jahr 2002 und der Kegel-Europameisterschaft im Jahr 2005.

Nicht nur im Jahr 2003 während der Junioren-Europameisterschaft im Kanuslalom stand der Wildwasserpark Hagen-Hohenlimburg im Blickpunkt der nationalen und internationalen Elite. Die Anlage ist Bundesstützpunkt, Landesleistungszentrum NRW sowie Außenstelle des Olympiastützpunktes Westfalen und gilt neben der Olympiastrecke am Augsburger Eiskanal als beste deutsche Regattabahn und als eine der schönsten in Europa. Die Kanuslalom-Strecke hat eine Länge von 300 Metern. Ganzjährig ist eine Slalom-Trainingsstrecke mit rund 40 Toren ausgehängt. Zudem gibt es eine zusätzliche Trainingsstrecke im ruhigeren Oberwasser, die sich ideal für Anfänger eignet, da sie über komfortable Ein- und Ausstiegsstellen verfügt.

Hagen bietet daneben weitere vielfältige Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Mehr als 300 Gaststätten und Restaurants laden zu einer lukullischen Entdeckungsreise ein. Alles ist im Angebot: von der Bulette nach Art des Hauses bis zur Haute Cuisine a la Francaise. Für jeden Geschmack und auch für jeden Geldbeutel findet sich hier das Richtige. Für den großen oder den kleinen Hunger kommen deftige regionale Spezialitäten auf den Tisch, der Liebhaber mediterraner Speisen kommt in Hagen ebenso auf seine Kosten wie die Freunde fernöstlicher Gaumenfreuden. Selbst ausgefallene Fleischspezialitäten wie Känguru oder Emu befinden sich im Angebot. Auch das Ambiente genügt höheren Ansprüchen – für das jung verliebte Paar genau so wie für größere Reisegruppen. Und wer gerne mit den Hagenern ins Gespräch kommen möchte: Gemütliche Bistros und urige Eckkneipen laden ein zu einem entspannten Plausch. Darüber hinaus laden die Hagener Gastronomen insbesondere im Innenstadtbereich mehrmals im Jahr ein zu Livemusik-Veranstaltungen mit bekannten Künstlern aus der Region. Und der Genuss beschränkt sich schon lange nicht mehr nur noch auf die „Guten Stuben“. Gerade im Außengastronomiebereich während der Sommermonate pulsiert in Hagen das urbane Leben.

Auch für diejenigen, die nicht nur die bekannt gute Hagener Küche ausprobieren, sondern gerne länger in Hagen bleiben wollen, ist bestens gesorgt. Fast 30 Hotels, Gasthöfe, Pensionen und Jugendbildungsstätten mit insgesamt rund 800 Betten warten auf ihre Gäste. Und auch die Hagener Jugendherberge, eine der attraktivsten in ganz Westfalen, ist immer eine Reise wert. Abwechslungsreiche Programme warten dort auf Besucher jeden Alters. Egal, ob das Geschäft, eine Entdeckungstour durch die landschaftlich und kulturell reizvolle Umgebung oder ein Erlebniswochenende Grund des Aufenthaltes sind, die Hagener Hoteliers freuen sich, jederzeit auch auf individuelle Wünsche ihrer Besucher eingehen zu können. Dabei ist für jeden Geschmack gesorgt: Zentral gelegene Hotels im pulsierenden Zentrum der Stadt oder idyllische Landgasthöfe inmitten der wunderschönen Landschaft. In Hagen gibt es viele Möglichkeiten, seinen Aufenthalt angenehm zu verbringen.

Hagen ist auch eine Tagungsmetropole. Die heimischen Hotels und Tagungsbetriebe stellen zahlreiche Seminar- und Tagungsmöglichkeiten in technisch hervorragend eingerichteten Räumlichkeiten mit einer Kapazität von 20 bis 500 Teilnehmern bereit. Am Tage arbeiten und am Abend die Stadt erkunden – kein Problem. Und da alle Hotels und Tagungszentren verkehrstechnisch hervorragend erschlossen sind, kann bei den abendlichen Exkursionen der eigene Pkw auf dem Hotelparkplatz stehen bleiben.

Und wer von der Stadt genug hat, macht einfach einen Ausflug in den schönen Stadtwald, zum Hengstey- oder Harkortsee, zur Hasper Talsperre oder genießt die Atmosphäre in einer der zahlreichen Parkanlagen.


Wir bedanken uns bei Herrn Karsten-Thilo Raab von der Stadt Hagen für diesen Text.
Der Text dieser Seite © Kasten-Thilo Raab


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